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Achtung Armutsrisiko! Frauen besonders gefährdet

Redaktionsschluss
für Heft 164:
21. Januar 2020

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Inhalt der neuen Ausgabe

Der Klimawandel aktiviert vor allem junge Frauen für Fridays for Future, so eine Studie der TU Chemnitz (siehe Seite 19).

Foto: Fridays for Future Deutschland

Editorial

Frauen for Future

LL) Die MATHILDE startet kämpferisch ins neue Jahr – im Einsatz gegen die Klimakatastrophe. Und damit ist sie nicht allein, denn 70 Prozent der Fridays for Future-Demonstrant*innen sind weiblich, wie in einer aktuellen Studie der TU Chemnitz herausgefunden wurde.

Wie der Einsatz gegen die klimatischen Veränderungen aussehen kann, das zeigen Vorreiterinnen weltweit: Sei es die omnipräsente Schwedin Greta Thunberg, deren Wirkkraft und Redekunst wir uns in diesem Heft genauer anschauen, oder ihr deutsches Pendant Luisa Neubauer, die insbesondere Frauen dazu aufruft, sich für das Klima einzusetzen. In Kenia ist es Wangari Muta Maathai, die als ”Mutter der Bäume” das Aufforstungsprojekt ”Green Belt Movements” gegründet und den Friedensnobelpreis erhalten hat. Alles andere als ‘ein bisschen Frieden’ will das neue Buch der deutschen Vollzeitaktivistin Hanna Podigg, die sich radikaler für die Umwelt einsetzt und klare Analysen stellt.

Sie – und viele andere – kämpfen dafür, dass sich etwas ändert. Sie sind unbequem, laut und nehmen bis zum Gefängnisaufenthalt für ihr Engagement so manches in Kauf. Denn sie sind überzeugt: Es geht auch anders! Unser Umgang mit der Natur kann und muss von Grund auf geändert werden. Dass es schon einmal andere Zeiten gab, das zeigt ein Blick zurück in die Menschheitsgeschichte bis vor die Anfänge des Patriarchats. Soweit es überhaupt verlässliche Aussagen gibt, lebten wohl matriarchale Kulturen im Einklang mit der Natur, anstatt sie sich untertan zu machen. Seitdem hat sich einiges geändert und die Ausbeutung der Umwelt wird durch kapitalistische Wachstumsprozesse noch befördert.

Aber was können wir tun, wenn wir nicht gerade in der ”matriarchalen Vergangenheit” schwelgen oder uns couragiert an einen Baum ketten? So einiges. Wie wäre es etwa mit selbst hergestelltem Deo oder Körperpeeling, um Plastikmüll zu reduzieren? Denn von den negativen Folgen von Plastik sind Frauen besonders betroffen – das zeigt der aktuelle ”Plastikatlas”. Da wird schon die Menstruation zum Gesundheitsrisiko, denn im Leben verbrauchen wir 13 000 Tampons oder Binden, die jeweils zu sechs bzw. neunzig Prozent (!) aus Plastik bestehen. Schon eine kleine Verhaltensänderung könnte hier etwas bewirken, nicht nur für die Umwelt.

Und übrigens: Scharfe Analysen werden auch außerhalb des aktuellen Schwerpunkts angestellt, etwa von der Feministin Margarete Stokowski, über die wir als Trägerin des Luise-Büchner-Preises 2019 berichten. Die Natur kommt am Ende aber auch nochmal ins Spiel, wenn wir uns in der Rubrik ”Essen & Trinken” dem Birkenwasser als ”neuem”, trendy Energydrink widmen.

Übrigens: Dieses Heft ist erstmalig auf umweltfreundlichem Papier gedruckt. Nutzen wir unsere Energien für den Schutz der Umwelt. Machen Sie mit! Ihre MATHILDE-Redaktion

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