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MATHILDE:

Frauen for Future!

Redaktionsschluss
für Heft 163:
19. November 2019

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Inhalt der neuen Ausgabe

Als Leseratte bildet sich MATHILDE-Redakteurin Meike Wachendörfer weiter.

Foto: Falko Wachendörfer

Editorial

Sprache ist Macht

(LL) Dass Jungen die ‚neuen Bildungsverlierer’ sind, wie seit einigen Jahren gerne behauptet wird, konnten auch wir in unserer stets kritischen MATHILDE-Redaktion natürlich nicht so recht glauben. Zwar erhalten Mädchen die besseren Sekundarschulempfehlungen, machen im Schnitt höhere Schulabschlüsse und haben auch in den meisten Studienfächern notenmäßig die Nase vorn – aber wie weit reichen diese Erfolge und wird die aktuelle Bildungslandschaft Frauen wirklich gerecht?

Das schauen wir uns an, zuerst in einem historischen Rückblick auf die Kämpfe von Frauen für einen hürdenfreien Zugang zu Bildung – der bis heute nicht in allen Feldern erreicht ist, was etwa eine Laufbahn im technischen Bildungs- und Berufsbereich angeht. Denn Technik ist immer noch eine Männerdomäne und selbst die Erhöhung des Frauenanteils in diesem Bereich kein Heilmittel gegen Bildungsungleichheit. Dass die Pädagogik auch heute noch als ”Erziehungsgehilfin des Patriarchats” bezeichnet werden kann, wie es die Autorin Gerda Weiler bereits vor 25 Jahren getan hat, zeigt ein Blick auf die aktuellen Lehrpläne an deutschen Schulen, in denen wir unter anderem Komponistinnen und Autorinnen schmerzlich vermissen. In der Digitalisierung von Bildung steckt dagegen Potential für Geschlechtergerechtigkeit, schließlich verspricht sie einen Wissenszugang für alle – aber was tun, wenn Bildung dann gleichgesetzt wird mit bloßem Input und Output? Und auch jenseits der bundesdeutschen Systeme von Schule und Hochschule fragen wir uns, wie es um frauengerechte Bildung bestellt ist: Wie steht es etwa um Frauen über 50, wie ist die Situation in der Erwachsenenbildung – sei es im Unternehmen oder in der Volkshochschule – und wie sieht es mit den Chancen für Frauen außerhalb von Deutschland aus, beispielsweise in Afghanistan?

Und wenn Frauen schon im Lehrplan deutscher Schulen nicht genügend Platz eingeräumt wird, tun wir das in der MATHILDE umso mehr – auch außerhalb unseres aktuellen Bildungsschwerpunkts, wenn es in den Nachrichten aus aller Welt um Iranerinnen im Stadion geht oder wenn bei ”MATHILDE fragt” Christine Omasreiter als Leiterin des Frauenhauses Darmstadt zu Wort kommt. Aber keine Sorge – selbst Männer sind in dieser Ausgabe gebührend repräsentiert: Schließlich schlagen wir gegen Ende des Hefts voller Überzeugung die neue Anrede ”Männlein” vor, um dem ”Fräulein” endlich ein Pendant zu liefern. Ganz schön ein-gebildet, oder?

Wie immer viel Freude beim Lesen wünschen

die MATHILDE-Frauen

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