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MATHILDE:

25 Jahre MATHILDE

Redaktionsschluss
für Heft 150:
25. Juli 2017

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Inhalt der neuen Ausgabe

”Rosatopia” nennt Ute Eilenstein ihre Vision zu unserem Schwerpunktthema Utopien von Frauen (unter Verwendung eines Industriefotos von Rainer Knäpper, Lizenz Freie Kunst, Wikimedia Commons).

Editorial

””Frauen sind dazu berufen, Utopien bewohnbar zu machen.””

(Ingeborg Drewitz, 1923-1986)

(Ju) ”Das ist doch utopisch!”, sagen wir, wenn wir etwas für irrwitzig, völlig abwegig und gänzlich unrealisierbar halten. Aber hinter einer Utopie kann mehr stecken. MATHILDE hat sich umgehört nach Wunschträumen, Zukunftsvisionen von Frauen und hat ihren Antworten Beispiele aus der Literatur gegenübergestellt. In historischen Utopien wie ”Stadt der Frauen” von Christine de Pizan, Romanen wie ”Herland” von Charlotte Perkins Gilman oder ”Republik der Frauen” von Gioconda Belli werden fi ktive Gesellschaftsordnungen entworfen, in denen Männer keine dominierenden Rollen mehr spielen. Noch fantastischer geht es in Science Fiction und Fantasy-Literatur von Frauen für Frauen zu. Diese Romane ”können als wichtige Vehikel für feministisches Gedankengut – insbesondere als Brücken zwischen Theorie und Praxis dienen” (Elyce Rae Helford). Radikale Lösungen der ”Männerfrage” in einigen dieser Bücher können als Satire amüsieren, aber auch erschrecken. Denn hinter einer fabulierten ”Republik der Frauen” steckt natürlich jahrhundertelang angehäufter Frust über das mühsame Erkämpfen von Gleichberechtigung für das weibliche Geschlecht in einer patriarchalen Welt. Unnütze Fantastereien? Als positive Vision fi nden wir in feministischen Zukunftsentwürfen die Idee von der Entfaltung einer geschlechtsegalitären, gewaltfreien Gesellschaft. Einer Gesellschaft mit gerechten und zudem ökologisch nachhaltigen Arbeits- und Lebensformen. Ein ”Paradies auf Erden”, erdacht von Frauen. Und wenn wir keine Zukunftsvisionen von einer idealen Welt hätten, an welchen Leitbildern sollten wir uns orientieren? Wie aus einer Wunschidee – endlich mal ein Denkmal für eine Frau in Darmstadt – ein konkretes Projekt und schließlich Realität wurde, zeigt das Luise-Büchner-Denkmal. MATHILDE berichtet von der Einweihung. Der Luise-Büchner-Preis 2017 geht an die Historikerin Barbara Beuys, deren Biografi en bedeutender Frauen wir immer gerne besprechen. Kühnheit siegt, dachten wir, als wir unseren MATHILDEFragebogen an die vielbeschäftigte Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries schickten. Sie fand tatsächlich die Zeit ihn zu beantworten (Seite 42). Wir hoffen, dass Sie Zeit finden werden, mit uns das 25-jährige MATHILDE-Jubiläum am 23. September im Frauenzentrum zu feiern (S. 19).

Mit sommerlichen Grüßen aus der MATHILDE-Redaktion

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