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MATHILDE:

Utopia - Zukunftsvisionen von Frauen

Redaktionsschluss
für Heft 149:
16. Mai 2017

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Inhalt der neuen Ausgabe

Carolin Emcke, Dr. phil., war Reporterin in vielen Krisengebieten der Welt. Sie ist Vortragsreisende, Kolumnistin der Süddeutschen Zeitung, Dozentin und Buchautorin. Zuletzt: ”Gegen den Hass” (Frankfurt/M. 2016). Sie kuratiert und moderiert den ”Streitraum” an der Schaubühne Berlin.

Foto: Andreas Labes

Editorial

”Das Bild vom Reporter, der seine Nase irgendwo hat, wo etwas passiert, wo es brennt, wo geschossen wird, wo Menschen aufeinander kommen, das ist immer männlich geprägt gewesen.”

(Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau)

(Ju)Diese MATHILDE hat mit Carolin Emcke eine Frau als ”Titelheldin”, die mit Kamera und Notizblock an vielen Orten der Welt mitten im brutalen Geschehen war. Dafür hat sie u. a. den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen bekommen (siehe S. 10). Über Krieg gewissenhaft und engagiert Bericht zu erstatten, ist ein wichtiger Beitrag im Einsatz für den Frieden. Aber Frieden ist nicht allein Abwesenheit von Krieg. Für uns MATHILDE-Frauen beschreibt der Begriff aber keinen fixen Zustand, sondern einen Prozess. ”Ohne Menschenrechte, Demokratie, Geschlechtergerechtigkeit und sauberes Wasser wird es keinen Frieden geben”, sagt etwa Cora Weiss, USA, von den PeaceWomen Across the Globe (www.1000peacewomen.org). Der Aspekt der Gleichstellung der Geschlechter erscheint uns wesentlich für jede Definition von Frieden. Denn sowohl die Idee des Friedens als auch der Gedanke der Gleichstellung von Frau und Mann beruhen auf der Forderung nach einer gewaltund unterdrückungsfreien Gesellschaft. In diesem Sinne verstehen wir Frieden auch als das Vorhandensein von Strukturen und Kompetenzen, Konflikte gewaltfrei austragen zu können – auf staatlicher und gesellschaftlicher sowie auf privater Ebene. ”Wenn man es ernst mit dem Frieden meint, dann muss man die Frauen ernst nehmen”, so das Motto der globalen Kampagne ”Women. Seriously!” über Frauen, Frieden und Sicherheit. Wir berichten über die historische Frauenfriedensbewegung, und wir stellen ausgezeichnete Friedensaktivistinnen und Frauen vor, die als Friedensforscherin, Mediatorin oder Konflikttrainerin arbeiten. ”Schrei mich nicht an, Krieger!” nennt Lina Henke zu unserem Schwerpunkt passend ihr aktuelles Kunstwerk in der Rotunde der Schirn. Gar nicht konfliktscheu berichtet die Schriftstellerin Nina George über den ”Macho Literaturbetrieb”. Im Regionalteil dieser MATHILDE gibt es u. a. einen Rückblick auf 150 Jahre Frauenbewegung und 70 Jahre Frauenring in Darmstadt. MATHILDE selbst kann auf 25 Jahre Frauenzeitschrift in Darmstadt zurückblicken und will das Silberjubiläum feiern mit Tamtam am Samstag, 23. September, im Frauenzentrum. Darüber bald mehr in der Sommerausgabe. Vielleicht treffen wir uns vorher – bei der Einweihung vom Luise-Büchner-Denkmal am 2. Juni (S. 23)! In gespannter Erwartung,

die MATHILDE-Frauen

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